Der Prozess

Nach fünf Jahren Bürgerbeteiligung geht es in die Umsetztung – nicht ohne Probleme

Eigentlich waren wir mit dem  nutzungskonzept_1.0  (s. Slideshow oben) in den Startlöchern, die Realisierung des Kompromisses aus dem Beteiligungsverfahren anzugehen. Doch Frau Reuther (die Senatsbaudirektorin) brach ihr Versprechen und führte die zweite Reihe der Bebauung der Sandstedter Strasse wieder ein.
Nach langen und intensiven Protesten ist die zweite Reihe zwar vom Tisch, dafür wird der Platz immer kleiner und soll auch noch mit Autos zugestellt werden.

Flächenfraß und und Autos auf der Waller Mitte
Auf der Waller Mitte entsteht eine wertvolle Grünfläche mit hoher Aufenthaltsqualität für den gesamten Stadtteil, den es in dieser Form nicht in Walle und selten an anderen
Orten in Bremen gibt. Dieser Platz soll insbesondere für die Bewegung und Begegnung von Menschen im Stadtteil unterstützen. Stehende und fahrende Autos würden diese
Qualität deutlich einschränken und die bespielbare Fläche verkleinern.

Die Scheibchenstrategie, von jedem Kompromiß im weiteren Verfahren noch mal etwas abzuknapsen, scheint sich fortzusetzten. Aktuell plant der ASV eine Straße mit Parkplätzen auf dem ursprünglich als Freifläche vorgesehenen Bereich. In der Grafik Flaechenfraß kann man die Entwicklung gut nachvollziehen. Obwohl der Platz schon durch den Beschluss, eine einseitige, aber hohe Bebauung mit größerem Abstand zu den Häusern am Steffensweg zu planen, noch einmal kleiner wird, sattelt das ASV noch einmal auf und verschiebt die Strasse mit Parkplätzen auf den Platz.

Vorlage von Frau Reuther und Beschluss im Beirat war, die Freifläche hat 6000 qm. (Fachausschuss am 12.3.2014 s. Protokoll hier: BR-Protokoll vom 12.03.2014) Wenn der Platz durch die Verschiebung der Straße noch mal verkleinert wird und durch Parkplätze in den Randbereichen nur eingeschränkt nutzbar ist, wird – wieder einmal – ein gefundener Kompromiss (einseitig) aufgekündigt. Wir fordern die Stadt auf, zu den zugesagten 6.000 qm Freifläche zu stehen und eine Straße ohne Parkplätze zu planen, die die Qualitäten des Platzes unterstützt, anstatt sie zu konterkarieren.